Korruptionsseminare

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Max Slevogt

Korruption

Die Krebsmafia: Korruption bei Chemotherapie

Die Bestechung von niedergelassenen Ärzten soll schon bald durch die beiden neuen Paragrafen 299a und 299b StGB strafbar werden. Nach langer Diskussion liegt der Entwurf für das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen nunmehr auf dem Tisch und soll in Kürze im Bundestag verabschiedet werden. Die neuen strafrechtlichen Normen werden bereits als Durchbruch in der Korruptionsbekämpfung gefeiert. Nach (Anm.: zutreffender) Ansicht des Bundesjustizministers haben „Patientinnen und Patienten das Recht, in einer ärztlichen Behandlung das zu bekommen, was medizinisch angezeigt und notwendig ist und nicht das, was dem Behandler besondere Vorteile beschert“. 

In einer von Panorama und "Stern" durchgeführten Recherche zeigte sich, dass - beispielsweise - der Handel mit Krebs-Medikamenten, bei einem angenommenen Umsatz von jährlich 3 Milliarden Euro, ein besonders hohes Korruptionsgefährdungspotential hat. Da die Zusammensetzung der Chemotherapien so komplex ist, ist die Auswahl des Apothekers wohl ganz offiziell Sache des Arztes. Und weil das so ist, erleichtert diese Konstellation (Anm.: alsdann strafbare) finanzielle Absprachen zwischen Arzt und Apotheker. 

(Quelle: Panorama, 18.02.2016)

 

Korruption weltweit rückläufig
 
Laut Transparency International ist in zwei Dritteln der im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) gelisteten Staaten Korruption ein unverändert großes Problem. Doch es gibt auch Fortschritte im Kampf gegen die Korruption zu verzeichnen. Transparency International zählt in seinem Jahresbericht mehr Länder, in denen sich die Lage 2015 verbessert hat, als solche, die schlechter als im Vorjahr bewertet wurden. Dänemark nimmt im CPI unverändert seinen Spitzenplatz als das Land mit der niedrigsten Korruption ein; Finnland und Schweden liegen auf den folgenden Plätzen. Deutschland verbesserte sich vom 12. auf den 10. Plat
z.

(Quelle: Zeit Online, 27.01.2016, auszugsweise)